Die neue DJI Mavic Mini - Das taugt die Minidrohne

DJI hat vor kurzem offiziell die neue Mavic Mini vorgestellt.

Optisch orientiert sich sich am grossen Bruder, der Mavic 2 Pro. Ästhetisch sieht sie somit viel schöner aus als die DJI Spark. Dennoch steht die Mavic Mini in Tradition der Spark und darf wohl zweifelsfrei als Nachfolger klassifiziert werden.

Diese neueste Version von DJI wird die DJI Spark vollständig ersetzen und der preiswerte Einstieg für Hobby-Flieger sein. Mit nur 399 Euro für das Einstiegspaket und mit 499 Euro für das Bundle mit drei Akkus bietet DJI die perfekten Flugeigenschaften, die man auch von den höherpreisigen Drohnen gewohnt ist. Kombiniert wird dies mit vielen praktischen Automatik-Flugmanövern und einer langen Flugzeit. Dies wird auch Einsteigern schnelle Erfolgserlebnisse schenken.

Werfen wir einen Blick auf die technischen Daten der Mavic Mini und vergleichen wir sie einmal mit der DJI Spark.

Gewicht
Das Gewicht der Mavic Mini (249g) ist nur wenige Gramm geringer als bei der Spark. 
51g leichter, um genau zu sein. Dies macht jedoch den Unterschied für Benutzer in Großbritannien aus, denn ab dem 5. November müssen alle Drohnen über 250 g bei der CAA registriert werden, auch wenn man nur als Tourist in Großbritannien fliegen möchte. Auch in den USA liegt dieses Gewicht unter der Schwelle für FAA-Vorschriften. In Deutschland ist der Schwellwert eher nebensächlich, da Drohnen dieser Gewichtsklasse ohnehin nicht registriert werden müssen. Es entfällt lediglich die Verpflichtung, einen Adressaufkleber an der Drohne anzubringen

Es ist dennoch von DJI ein kluger Schachzug eine Drohne dieser Gewichtsklasse herauszubringen, da viele Menschen, die eine Drohne nutzen wollen um mal eben einen Schnappschuss zu machen, nicht unbedingt den Aufwand auf sich nehmen wollen, für die Registrierung in GB und den USA zu bezahlen. Die Mavic Mini ist aber definitiv keine Drohne, die kommerzielle Videofilmer benutzen würden; trotz ihrer beeindruckenden technischen Daten.

Flughöhe
Die maximale Höhe der Mavic Mini liegt bei 3000 m über dem Meeresspiegel, das sind 1000 m weniger als bei der Spark. In der Praxis wird dies aus meiner Sicht kaum eine Rolle spielen, wenn man nicht regelmäßig im Hochgebirge fliegen möchte.

Reichweite
Drohnen dürfen in Deutschland ausschließlich auf Sicht geflogen werden. Eine gute Reichweite sorgt für eine stabile Übertragungsqualität DJI setzt sowohl bei der Mavic Mini als auch bei der Spark und der Mavic Air auf WIFI als Übertragungsstandard. Die Spark hat eine Reichweite von 2 km, und die Mavic Mini hat eine beeindruckende Reichweite von 4 km - das ist die gleiche wie der Mavic Air. Wenn man von einer größeren Mavic Pro downgraded wird man den Reichweitenunterschied bemerken. Wenn man sich kritisch an die eigene Nase fasst wird man jedoch feststellen, dass man außer Sichtweite fliegen müsste um diesen Vorteil zu spüren. 

Flugzeit
Die Flugzeit ist super wichtig, wenn es um den Kauf einer Drohne geht, und DJI hat es geschafft die Flugzeit der Mavic Mini im Vergleich zur Spark deutlich zu erhöhen. Aus 17 Minuten Flugzeit bei der Spark wurden 30 Minuten bei der Mavic Mini. Das ist wirklich sensationell.

Geschwindigkeit 
Aus meiner Sicht ist die Maximalgeschwindigkeit bei Koptern dieser Größe unerheblich. Es handelt sich nun mal nicht um Rennkopter. Eingesetzt werden sie eher um langsame, schöne, kinoreife Moves zu fliegen. 
Die Mavic Mini kann im aktivierten Sportmodus Geschwindigkeiten von 47 km/h erreichen, was im Wesentlichen der Spark entspricht. Sie haben auch die exakt gleiche Abstiegsgeschwindigkeit von 3 m/s im Sportmodus, aber die Mavic Mini akzentuiert schneller als die DJI Spark; 4 m/s im Vergleich zu den 3 m/s des Spark.

Kamerastabilisierung
Die Stabilisierung der Kamera der Mavic Mini ist ein Upgrade gegenüber ihrem Vorgänger, der Spark. Es wird nun ein vergleichbares 3-achsiges, mechanisches Stabilisierungssystem eingesetzt wie bei den großen Mavic Pro Drohnen. (Schwenk-, Roll- und Neigungsmanövrierfähigkeit). Im Gegensatz dazu hat die Spark nur eine 2-achsige mechanische Stabilisierung. Diese zusätzliche Achse sorgt für deutlich ruhigere Filmaufnahmen.

Kamera
Kommen wir zur Kamera. Die Mavic Mini ist mit dem gleichen Kamerasensor ausgestattet, der sowohl für die DJI Spark als auch für die Mavic Air verwendet wird. Es handelt sich um einen 1/2,3" beschnittenen CMOS-Sensor, der 12 MP-Bilder mit einer Blende bis f2,6 aufnehmen kann.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Mavic Mini keine RAW-Dateien unterstützt. Ab der Modellreihe Mavic Air können alle Modelle im Adobe-RAW Standard DNG (Digitale Negative) fotografieren. Dies ermöglicht die Bearbeitung in Programmen wie Lightroom. In der Mavic Mini findet die Umwandlung von RAW zu JPEG direkt in der Drohne statt. Für die meisten Anwender wird dies aus meiner Sicht kein Nachteil sein. Man erhält automatisch schöne, fertige Bilder. Wer bisher mit JPEG zufrieden ist, wird dies auch hier sein.

Der ISO-Bereich bei Standbildern ist ebenfalls etwas kleiner als beim der Spark. Die Spark ist in der Lage, Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen aufzunehmen, da ihr ISO-Bereich von 100 bis zu 3.200 reicht. Die ISO-Werte der Mavic Mini gehen jedoch nur bis zu 1.600 für Fotos. Für alle Videoaufnahmen haben sowohl die Spark als auch die Mavic Mini eine maximale ISO von 3.200. 

Aus meiner Sicht ist dies unproblematisch, denn tagsüber im Hellen, bei gutem Wetter spielt der ISO Wert keine Rolle. Nachtflüge sind in Deutschland ohnehin verboten. Ich vermute, dass DJI sich bewusst entschieden hat, den ISO Wert zu begrenzen um zu verhindern, dass der Pilot verrauschte Bilder erhält und unzufrieden ist.

Videofähigkeiten
Die Mavic Mini zeichnet sich durch ihre Videoaufnahmefähigkeiten aus. Sie kann 2,7k bei 30fps sowie Full HD 1080p bei 60fps aufnehmen. Die Spark hingegen dreht nur Videos mit 1080p bei 30fps.

Die Videoqualität der Mavic Mini ist zusätzlich besser als die der DJI Spark, da die Bitrate erhöht wurde. 40 Mbit/s im Gegensatz zu 24 Mbit/s.

Gesamturteil
Ist die DJI Mavic Mini ein adäquater Nachfolger für die DJI Spark?

Meiner Meinung nach ist sie das absolut. Es ist ein bedeutendes Upgrade deklassiert aber nicht die teureren Drohnen wie die Mavic Air und die Mavic 2 Pro.

Für den Preis von 399 Euro ist sie eine der funktionsreichsten Drohnen, die ich bisher in dieser Preisklasse gesehen habe.


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Frank Hüsgen

Hier ist die aktuelle Podcast-Folge:





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